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Zwischen Krieg und Terror – Betrachtung aus der Höhle des Löwen

Momentan zerfetzen sich die Politiker hierzulande mit immer wieder neuen Floskeln zur deutschen Integrationspolitik. Das mag verwundern, haben doch gerade diejenigen das Buch des Herrn Sarrazin kritisiert, die jetzt beinahe täglich aus diesem die Thesen herausziehen und den ehemaligen Bundesbankvorstand zitieren. Die große Problematik, die sowohl Sarrazin als auch nun die Politiker thematisieren, ist der Einfluss, den insbesondere diejenigen Bürger ausüben, die sich zum Islam bekennen. Das soll keinesfalls ein Urteil sein, es zeigt letztlich nur, wie viele Probleme entstehen können, wenn zwei vollkommen verschiedene Kulturen aufeinandertreffen.

ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner ist seit mehr als zwei Jahrzehnten im Mittleren Osten beschäftigt. „Zwischen Krieg und Terror – Der Zusammenprall von Islam und westlicher Politik im Mittleren Osten“ ist sein ganz eigenes Resümee aus dem dort Erlebten. Tilgner beschreibt aus seiner Sicht, die keinesfalls aus einer westlichen Brille heraus getätigt wird, die Verarbeitung der islamischen Bevölkerung mit der tagtäglichen Konfrontation, die sie durch die westliche Welt erfährt. Hierbei wirft er markante Thesen in den Raum. Genau genommen liege die Radikalisierung der dortigen Verhältnisse an dem Verhalten der USA. Diese verschärfen unter anderem den Wiederaufsteig der Taliban oder die Entwicklung eines irakischen Bürgerkriegs. Tilgner sieht in diesem Vorgang keine Friedensbeschleunigung, sondern erkennt in den militärischen Aktionen lediglich neuen Nährboden für den Terrorismus. Was er fordert, ist letztlich ein Dialog der Kulturen, nur dann sei ein Weltfrieden auch wirklich erreichbar.

21 Oct
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