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Wir wollten einfach unser Ding machen

Über zwanzig Jahre ist es jetzt her, dass Deutschland gespalten war, noch immer beschweren sich die einen Menschen über Dinge, in denen sie sich benachteiligt fühlen, die anderen finden ein anderes Thema. In der Tat wird in den unterschiedlichsten Bereichen mit zweierlei Maß gemessen und das, obwohl die eigentliche Absicht der Einheit Deutschlands doch bereits im Namen der Sache verankert scheint. Beide Seiten haben auf irgendeine Art von den Geschehnissen profitiert, doch wenn beide weiterhin auf ihrem Standpunkt beharren und sich nicht zu dem einen oder anderen Kompromiss überzeugen lassen, wird eine wirkliche Einheit schwer zu erreichen sein.

Die DDR hatte einige gute Ansätze, das kann niemand leugnen und dennoch liefert einiges auch im Nachhinein noch eine Menge Gesprächsstoff. Unter anderem zählt auch der Sportbereich dazu. Die Diplomaten im Trainingsanzug haben viele Medaillen in die Republik geholt, das System schien gut strukturiert, war aber auch dafür verantwortlich, dass einige auf der Strecke blieben. Kai Reinhart widmet sich in seinem Werk „Wir wollten einfach unser Ding machen – DDR-Sportler zwischen Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung“ eben diesen Ausgeschlossenen. Es sind die Surfer und Skateboarder, denen er sein Ohr schenkt, denn sie waren Sportler, die bei Olympia nur wenige Aussichten auf viele Medaillen hatten und denen deshalb keine Unterstützung gegeben werden konnte.

22 Nov
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