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Vielseitige SOKO gegen skrupellosen Serienmörder

Koglin - BlutengelEine tote Rechtsanwältin, die mit einem Fuß an der Zimmerdecke festgebunden ist, mag bei weitem kein schöner Anblick sein. Selbst wird sie sich das wohl kaum angetan haben. So scheinen sich die Ermittler ziemlich schnell darüber im Klaren, dass es sich um einen Mord handeln muss. Gleichzeitig hat der Mörder auch noch eine Notiz hinterlassen, auf Latein und in ziemlich makaberer Art und Weise in den Oberschenkel geritzt. „Es bleibt immer etwas hängen“ passt dann aber doch irgendwie ganz gut. Nachdem an der Ostsee eine weitere Leiche auftaucht, die Ähnliches bei sich trägt, wird der einzelne Mordfall zu einem Puzzleteil einer Serie. Doch damit nicht genug, denn der „Blutengel“ von Michael Koglin hört einfach nicht auf zu morden.

Ein Team, das sich gegenseitig perfekt ergänzt

Bereits im ersten Kriminalthriller des Autors durften wir die Bekanntschaft mit Sonderkommissionseinsatzleiter Mangold machen. Ihm zur Seite stehen die smarte Profilerin Kaja Winterstein, der Computerexperte Tannen und der schlaggewaltige Weitz. Zum Team gehört auch noch Savant Peter Sienhaupt, der über gewisse Inselbegabungen verfügt und der Einsatzleitung mit seinen sonderbaren Fähigkeiten tatkräftig unter die Arme greift. Wenn überhaupt jemand den Täter, der nun auch noch in München und Florenz gemordet hat, stoppen kann, dann ist es dieses Eliteteam.

Ein gewitzter Serienmörder

Das Problem besteht aber nun einmal darin, dass der Täter, der über rund 400 Seiten seinem Blutdurst freien Lauf lässt, die Ermittler ständig an der Nase herumführt. Kaum ist sie auf der Spur des einen Mordes, wartet woanders bereits die nächste Leiche. Koglin formt somit auf beiden Seiten einzigartige Figuren. Die Ermittler geben einen perfekten Einblick in die verschiedenen Bereiche der Polizeiarbeit, wobei jeder seinen Teil zum Ganzen zusammenträgt. Keiner ballert wild um sich, diese Polizisten um Ruhepol Mangold arbeiten mit Köpfchen. Leider nur scheint auch die Kognition des Mörders ordentlich ausgereift, was das Werk insgesamt so verdammt spannend macht.

28 May
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