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Susanne Mischke und ihre „Mordsweiber No.1“

Man sagt ja immer, dass Frauen eher auf zartbesaitete Literatur und Männer auf Geschichten rund um Mord und Totschlag abfahren. In großen Teilen der Realität würde ich für diese Hypothese Partei ergreifen und könnte dafür auch zahlreiche Beispiele geben. Ausnahmen jedoch bestätigen diese Regel, denn Susanne Mischke schreibt für Frauen, allein schon, weil ihre Hauptprotagonisten in den kleinen Mordgeschichten allesamt ihrem Geschlecht angehören. Von zarter Besaitung darf aber bei „Mordsweiber No.1“ keinesfalls gesprochen werden, denn in den drei dort enthaltenen Kurzgeschichten geht es teilweise sehr rabiat und folgenschwer zu.

Ich habe schon einiges gelesen und habe von daher schon einiges erlebt. So ist es Mischke zwar nicht gelungen, mich zu schocken, dafür aber hat sie mich echt beeindruckt. Denn, um solch ein Thema als Frau zu beschreiben, bedarf es Mut und große schriftstellerische Klasse, damit es glaubwürdig bleibt. Mischke beweist beides. Geschichte eins erzählt von Juliane, die als Housesitterin bei den Knockenbrocks arbeitet und bei der ihr Exfreund vorbeischaut. Fatale Entdeckungen macht Antonia, nachdem sie einem Geheimnis um eine alte Kapelle nacheifert. Wäre noch Miss Augustin, die in der Regel ganz gute Ratschläge parat hat, jetzt aber dadurch nach und nach eine Szenerie ins Rollen bringt, die mit dem Tod endet.

2 Jan
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