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Stephen King erzählt Novellen „Zwischen Nacht und Dunkel“

Novellen sind etwas Schönes. Sie fließen in der Regel als kurzer, aber äußerst genüsslicher Lesestoff die Leserseele hinunter, hinterlassen trotz ihrer Kürze einen bleibenden Eindruck und unterhalten manch tristen Augenblick. Ja richtig, ich bin ein absoluter Novellenfreund, kenne die Klassiker und aktuellen Variante der heutigen Moderne und dennoch war ich ein bisschen verwundert, als ich auf eine ganz besondere Novellensammlung eines ganz besonderen Autoren gestoßen bin. Stephen King war mir ein Begriff, natürlich war er das, aber Novellen wären definitiv das Letzte gewesen, was ich mit dem Meister des Schreckens in Verbindung gebracht hätte.

Umso verwunderlicher erscheint es mir, dass ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass Kings Novellen den anderen Exemplaren dieser Gattung durchaus das Wasser reichen können. Gut, King ist kein Boccaccio, den Anspruch erhebt er auch gar nicht, unterhaltsam sind die vier Geschichten aus „Zwischen Nacht und Dunkel“ aber auf jeden Fall. Zentrale Themen sind Vergeltung, Rache und Gerechtigkeit und so geht es in den vier Geschichten um vier persönliche Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ob ein Mordkomplott eines Vater, der sein Sohn dazu bewegt, die Mutter zu töten, eine Journalistin, die nach Vergewaltigung nach Rache durstet, einem Krebskranken, der, um das eigene Leben zu verlängern, einen teuflischen Pakt eingeht oder einem Ehemann, der ein entsetzliches Doppelleben führt – King macht das, was er kann, er bewegt seine Leser.

18 Apr
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