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Schätzing versorgt uns mit den Breaking News

Schätzing - Breaking NewsFrank Schätzing hat seine Leser schon in so manch prekäre Situation gebracht. Mit „Der Schwarm“ entführte er uns in die Tiefsee, bei „Limit“ landeten wir auf dem Mord. Da scheint die neue Reise in nach Nahost gar nicht einmal so sonderbar. Sie ist es aber, entführt uns der Kölner Bestsellerautor in „Breaking News“ doch in eine Region, über die wir viel zu wissen meinen und die wir doch so überhaupt nicht kennen. Ein Jahr hat der Autor intensiv vor Ort recherchiert, sich dort mit Leuten ausgetauscht und ganz neue Sichtweisen kennengelernt. Mit seinem Thriller, der nur vorrangig eine Autobiografie Scharons ist, entlarvt er unsere Gedanken als reine westeuropäisch geprägte Vorurteile und versteht es dabei, uns mal wieder so richtig gut zu unterhalten.

Breaking News – 1000 Seiten Spannung pur

1000 Seiten mögen gigantisch klingen. Die bloße Ziffer lässt sich auch nicht leugnen, denn beinahe so viele Seiten präsentiert uns Schätzing mit seinem Werk, das eine fünf Jahre lange Durststrecke beendet. Erzählt wird eine Geschichte, in der Journalist Tom Hagen an alte Glanzzeiten anschließen will. Der ehemalige Kriegsberichterstatter war in seinem Beruf hoch angesehen, bis zu jenem Tag, an dem in Afghanistan alles aus dem Ruder lief. Hagens Karriere ist eigentlich komplett futsch. Da trifft es sich gut, dass ihm ein Geheimnis in den Schoß fällt, um den drei Jahre andauernden Kampf für eine zweite Chance endlich mit Erfolg zu verwöhnen. Die brisante Information reicht bis in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurück, als zwei Familien nach Palästina kamen und dort auf eine Region trafen, wo Araber, Juden und Kolonialisten um die Herrschaft kämpften.

Tom Hagen braucht Unterstützung

Tom Hagen bringt ein Rad ins Rollen, das ihn zunehmend in Situationen bringt, in denen er spürbar überfordert ist. Mit Yael Kahn stellt ihm Schätzing in „Breaking News“ eine Ärztin zur Seite, die nicht nur in medizinischer Hinsicht Gold wert ist. Hagen ist genau betrachtet der einzige Akteur, der von außerhalb an den Gazastreifen kommt. Ansonsten handeln nur Protagonisten, die in der Krisenregion beheimatet sind und die Lage bestens kennen. Interessanterweise entlarvt er die beiden angesprochenen Familien als Schlüssel, mit welchem sich zahlreiche Fragen der vergangenen einhundert Jahre beantworten lassen. Entlang der Generationen scheinen sie mit allem in Verbindung zu stehen, was die Geschichte nicht gerade langweiliger macht.

11 Mar
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