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Sabine Kuegler ist das „Dschungelkind“

Schauen Sie das Dschungelcamp, das derzeit täglich über den Fernsehbildschirm flackert? Ich tue es aus genau einem Grund. So verschrien die Sendung auch ist, sie ist vor allem eines – unterhaltsam. Ob es die Hollywoodstories von Miss Nielsen sind oder die grammatikalischen Kenntnisse eines ehemaligen Bundesligatorjägers. Wir dürfen ihnen bei ihrem täglichen Kampf gegen die Gefahren des Dschungels und die Gefahren innerhalb der Gruppe zusehen. Wie hart dieser Ausnahmezustand wirklich sein kann, hat Sabine Kuegler schon vor Jahren in ihrem Werk „Dschungelkind“ für die Nachwelt aufgeschrieben. Sie hat nichts mit den D-Promis des Camps zu tun. Nein, ihre Geschichte ist keine 14-tägige Episode, es ist die Geschichte ihres Lebens.

Was die Stars im Camp nämlich nicht erleben, ist der Kontakt zu Menschen, die in einer vollkommen anderen Kultur angesiedelt sind. Der Dschungel hält nicht nur Kakerlaken und Mehlwürmer parat, er liefert auch Gefahren, die von anderen Menschen ausgehen. Sabine Kuegler, die Tochter eines Wissenschaftlers, verbrachte ihre Kindheit bei einem in Vergessenheit geratenen Kannibalenstamm in West-Papua. Dinge, die für uns so gewöhnlich scheinen, Autos, Computer oder eben auch das Fernsehen, kannte sie nicht, globale Gesellschaftsnormen waren ihr fremd. So entführt uns Kuegler in eine Welt, in dem die Natur das einzige Medium und der Himmel die Decke für die Nacht ist. Sie zeigt uns eine Welt, in welcher der Tod einen täglich begleitet.

24 Jan
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