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Precht spricht über „Die Kunst, kein Egoist zu sein“

Ich habe immer eine klare Meinung vertreten, was den Egoismus von Menschen betrifft. Ich habe stets gesagt, dass der Mensch von seiner Natur aus ein egoistisches Wesen ist. Wenn jemand auf andere hilfsbereit wirkt, warum tut er dies dann? Es ist doch nicht, weil er mit seiner Zeit nichts anderes anzufangen weiß. Nein, ich vertrete die Meinung, dass ein Mensch stets in solchen Aktionen seinen eigenen Vorteil sieht. Ob dieser in Form einer Gegenleistung oder in Form von Beliebtheit und Ansehen  erfolgt, spielt dabei keine Rolle. Nachdem ich David Precht und sein Werk „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ gelesen habe, muss ich das Bild ein wenig revidieren. Ich bleibe grundsätzlich bei meiner Mensch-ein-Egoist-Sicht, allerding ist das fortan nicht mehr unbedingt negativ zu sehen.

Prechts Anthropologie gestaltet sich ein wenig anders. Grundsätzlich wird untersucht, was bzw. wie ein Mensch ist. Sind wir selbstsüchtig oder selbstlos, kurzsichtig oder verantwortungsbewusst, kooperativ oder rivalisierend. Anhand alltäglicher Beispiele versucht David Precht hier keinesfalls eine Vorlage dessen zu geben, was man sein sollte. Er zeigt vielmehr jedem Einzelnen, was er ist. So hilft Precht dem Leser dabei, sich selbst zu finden, sich selbst neu kennenzulernen und sich fortan mit ganz anderen Augen zu sehen. Nur, wenn wir das schaffen, kann sich eine bessere Gesellschaft herausbilden – letztlich das oberste Ziel der prechtschen Philosophie.

1 Dec
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