eBook-Welt

Ovids zweitausend Jahre alter Liebeskodex

In dieser Woche habe ich bereits über aktuelle Probleme innerhalb einer Liebesbeziehung geschrieben, über ein Buch eines aktuellen Autors wohlgemerkt. Heute möchte ich, dass wir ein bisschen in der Geschichte graben und uns einen Autor unter die Augen führen, der als einer der ersten und heute zugänglichen Autoren über das Thema Liebe schrieb. Ovid war beheimatet in einem der größten Reiche der globalen Geschichte. Als Bürger Roms hatte er gewisse Rechte, wie Zugang zu Gelehrtenschriften, er hatte aber auch Pflichten, denen er sich aufgrund seines schriftstellerischen Talents des Öfteren zu widersetzen versuchte.

In Wahrheit bezichtigte man Ovid nämlich des unzüchtigen Verhaltens. Grund war derjenige, dass er in seinen „Elegien der Liebe“ über ein Thema sprach, welches schon vor zweitausend Jahren eine gewisse sprengfähige Brisanz besaß, wohl noch mehr als heute, wo wir in einer Zeit leben, in denen man sich zumindest gelegentlich darüber äußern darf. Ovid, ein Meister der Worte, schrieb aber nicht allein über die Liebe an sich, er verfasste auch eine Art Handbuch für den Liebenden mit hilfreichen Strategien zum Erwerb einer Dame und folgendem Ergötzen. Themen sind unter anderem Treue und Liebesbeichten, aber auch Verrat und Eifersucht – allesamt Motive, die noch heute aktuell scheinen und uns einmal mehr zeigen, dass die Menschen früherer Tage mit denen der heutigen Zeit mehr gemein haben als wir oftmals wahr haben wollen.

25 May
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