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Montecristo – Ein Roman über das kriminelle Finanzwesen

Suter - MontecristoMartin Suter gilt nicht zu Unrecht als einer der einflussreichsten Autoren dieser Tage. Seine Schriften sind etwas für den gehobenen Leser, seine Romane hochwertiger Lesestoff. Dass dieser im Diogenes Verlag veröffentlicht wird, ist ein weiterer Beweis für die Stellung dieses Autors. Da trifft es sich gut, dass er ab und zu für neue Nahrung sorgt. Mit „Montecristo“ widmet sich Suter nun dem globalen Finanzwesen. Dieses steht ohnehin komplett auf dem Prüfstand, wird aber seinem Finanzthriller eindrucksvoll und brisant ausgehebelt. Es ist ein Bereich, der nur so vor Betrügereien und illegalen Machenschaften bestückt ist.

Jonas Brand – Ein Videojournalist in den Vierzigern

Jonas Brand ist um die vierzig Lenzen alt, bereits geschieden und in einem Job tätig, der ihn zwar durchbringt, der ihm aber wenig Spaß macht. Er ist einer dieser gescheiterten Männern in der Midlife-Crisis. Einer, dem es nicht schlecht geht, der aber dennoch komplett unzufrieden durchs Leben wandelt. Er träumt davon, einen richtigen Film zu drehen. Seit Jahren schon reift in ihm das Projekt „Montecristo“. Es trägt echtes Blockbuster-Potenzial, wie Brand findet. Plötzlich aber gibt es ganz anderen Fall, der seine ganze Aufmerksamkeit verlangt und ihn dazu bringen könnte, etwas wirklich Wichtiges zu vollbringen.

War es ein Selbstmord oder nicht?

Es geht um den vermeintlichen Selbstmord eines Bankers, der sich bei einer Zugfahrt aus dem Gefährt wirft. So zumindest sieht es aus. Dass er geschubst wurde, befindet sich natürlich auch im Bereich des Möglichen. In diesem Zusammenhang tauchen auch zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer auf. Auf den ersten Blick scheint es da keinen Zusammenhang zu geben. Da Suter erst gemächlich ins Rollen kommt, auch auf den zweiten Blick noch nicht so ganz überzeugen kann, ist der Zugang zunächst einmal schwierig. Je mehr man sich aber auf dieses Konstrukt des Schweizer Finanzwesens einlässt, je fundierter wird die Geschichte. Integriert werden Journalisten, Politiker, Börsenhaie und jede Menge dunkle Würdeträger, die mit ihrem Handeln das Gesetz übertreten.

11 Mar
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