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Mister Wells bewegt sich auf der Landkarte des Himmels

Palma - Die Landkarte des HimmelsJeder Schriftsteller, ganz gleich zu welcher Zeit er seinem Handwerk nachgeht, hat Idole, die ihn überhaupt erst dazu gebracht haben, zu schreiben. Ihnen verdankt er die Inspiration für die eigenen Werke, womöglich auch einen Schreibstil, der durch sie geformt wurde. Im Fall des spanischen Autors Felix J. Palma ist es ziemlich offensichtlich, welche Geschichten er in der Jugendzeit gelesen hat und welcher Autor ihn beeindrucken konnte. Er integriert ihn sogar in sein eigenes Schreiben. Anders lässt sich die Anwesenheit von Herbert G. Wells, der nun im zweiten Band der Mapa-Trilogie „Die Landkarte des Himmels“, erneut auf den Spielplan tritt, nicht erklären.

Von einem Sprung durch die Zeit zum Sprung durchs Universum

Die Landkarte der Zeit“ war eines der wenigen Werke in den letzten Jahren, die mich wirklich komplett fesseln konnten. Zum einen lag das daran, dass der Autor selbst immer mal wieder in Erscheinung tritt, zum anderen, weil es ihm immer wieder gelungen ist, selbst die verworrensten Szenarien simpel und logisch aufzuschlüsseln. Hauptprotagonist Herbert G. Wells sah sich damit konfrontiert, dass jemand seinen Bestseller „Die Zeitmaschine“ dafür ausnutzen wollte, um das ganz große Geld zu scheffeln. In „Die Landkarte des Himmels“ wird nun wieder eine Werk von Wells als Aufhänger verwendet. In „Krieg der Welten“ inszenierte Besagter das Reisen von Außerirdischen. Im zweiten Band der Mapa-Trilogie möchte die vermögende Emma nun, dass die Geschichte auch außerhalb des Buches inszeniert wird.

Ein weiterer Traum der Menschheit und ein alter Bekannter

Beim Auftakt seiner Reihe hat der gelernte Werbefachmann Palma das Spektrum der Zeitreise angesprochen. Es ist einer der ganz großen Träume der Menschheit. Als ebensolcher gilt auch das Entdecken von Wesen auf anderen Planeten. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts soll eine Antarktisexpedition auf einen Außerirdischen getroffen sein, diese Entdeckung ist der Rahmen des Werkes. In diesem möchte Millionär Gilmore das Herz der hübschen Emma erobern. Diese aber benötigt dafür einen Mann im Stile ihres Großvaters. Einer, der sie so richtig zum Träumen bringt. Gilmore, wohlgemerkt kein Geringerer als der Herr Murray aus dem ersten Teil, bittet Herbert G. Wells um Mithilfe, ein Szenario nach „Krieg der Welten“ in die Realität zu bringen. Natürlich lehnt Wells dankend ab, dennoch aber landen plötzlich Außerirdische mitten in London.

8 Apr
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