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Mary Simses spendiert tolle Sommerlektüre

Der Sommer der BlaubeerenIm Sommer lechzen viel nach literarischen Werken, die keine hochtragenden philosophischen Problemen zu ergründen versuchen, sondern einfach nur der Unterhaltung dienen. Man sollte dieser Literatur durchaus nicht ihren Wert absprechen. Schließlich ist es auch eine Kunst, andere Menschen mit den eigenen Ideen und ihrer Ausformung zu berühren und zu erreichen. Mary Simses ist das in diesem Sommer mit Bravour gelungen. Ihr Liebesroman „Der Sommer der Blaubeeren“ ist erfrischend und ein schöne 400-Seiten Beschäftigung, um die Zeit in der Sonne zu nutzen und mal ein wenig abzuschalten.

Der Sommer der Blaubeeren – Eine New Yorkerin auf Abwegen

Ellen Branford hat scheinbar alles. Sie ist in den Dreißigern, eine erfolgreiche New Yorker Anwältin, die einen nicht minder erfolgreichen Mann Anwalt heiraten soll. Knappe drei Monate sind es noch, bis sie auch symbolisch die Frau an der Seite des aufstrebenden Juristen und Politikers Hayden Croft werden soll. Im Verlauf von „Der Sommer der Blaubeeren“ wird Ellen klar, dass diese malerische Idylle, diese Manhattener Oberschichtsgeschichte nicht die ihrige ist. Um ihrer Großmutter den letzten Wunsch zu erfüllen, reist Ellen in einen abgelegenen Küstenort, wo sie einen Brief überbringen soll. Ein gewisser Chet Cummings hat diesen nie erhalten, die junge Frau soll und möchte Botin spielen. Zwei Tage hat sie für den Kurztrip eingeplant. Natürlich werden es mehr und selbstverständlich bleibt es nicht bei den ursprünglichen Plänen.

Simses bedient sich in „Der Sommer der Blaubeeren“ eines einfachen Kniffs

Simses macht es clever. Sie bezieht das bekannte Motiv der Großstädterin, die erst in der Abgeschiedenheit zu sich selbst findet, in ihre individuelle Geschichte ein. Kaum angekommen, fällt Ellen ins Wasser und wird gerade so vor dem Ertrinken gerettet. In der Kleinstadt macht sie das zu einer Berühmtheit. Einer, der ihr gar nicht mehr von der Seite weichen will, ist der Zimmermann Roy, zufällig ein Verwandter des besagten Briefempfängers. Dass dieser das Schriftstück nie erhalten wird, ist eine Randnotiz. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass Ellen sich immer wohler fühlt und langsam aber sich, die alten bisher so fest verankerten Wurzeln in Frage zu stellen beginnt.

26 Aug
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