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Mala Vita – nur ein Beispiel für die Ausweitung der Mafia

Als mit „The Godfather“ vor ein paar Jahrzehnten eine Trilogie die Kinosäle erobern konnte, bekam man erstmals auch als Laie einen Einblick in die Welt der organisierten Kriminalität, wie wir sie heute vor allem in den Kreisen der Mafia verorten. Diese unterteilen wir mittlerweile in die asiatischen Triaden, die russische oder auch albanische Mafia, die jede für sich unterschiedliche Bereiche bewirtschaftet. Die ursprüngliche Institution der italienischen Mafia, die man heute in die sizilianische Cosa Nostra, die kalabresische `Ndrangehta und die neapolitanische Camorra unterteilen kann, ist dabei immer noch an erster Stelle zu nennen. Ihre Machtausweitung wird in vielen Romanen thematisiert, wobei, wie auch bei „Mala Vita“ von Claudio M. Mancini zu erkennen ist, nicht selten Elemente aus der Realität einfließen.

Ob es der Drogenhandel, illegales Glücksspiel, Waffenhandel oder die Prostitution ist, die Mafia ist in Italien längst über die Grenzen ihres ehemaligen Hauptbetätigungsfeldes der Schutzgelderpressung hinaus. Mancini spricht in seinem Roman zudem die Ausweitung ihres politischen Einflusses an. Vor laufender Kamera ermordet jemand den Bruder von Roberto Cardone, der daraufhin selbst ins Zielfernrohr einflussreicher Mafiosi gerät. Das Erbe, das er antreten könnte, ist millionenschwer, leider auch die Gefahr, in die er sich damit begibt. Geldwäsche und Waffenschiebung ist dabei noch das geringste Übel, schließlich wartet der Tod an jeder Ecke.

26 Jun
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