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Leben! Wie ich ermordet wurde

Ein Justizsystem muss so aufgebaut sein, dass es gerecht ist. Es muss all jene schützen, die es befolgen und all jene bestrafen, die es nicht tun. Vor allem die Taten gegen die Gesundheit oder das Leben der anderen Menschen sollten in diesem System mit hohen Strafen belegt sein. Schließlich sind alle Menschen gleichgestellt. Damit wir solche Taten nicht zu Unrecht bestrafen ist ein Täter erst dann ein Täter, wenn wirklich einhundertprozentig bewiesen ist, dass er die Tat begangen hat. Im Fall von Nicole Dill gab es einen bereits verurteilten Täter. Diesen hielt man aber nicht vor weitere Taten ab und lieferte so den Zündstoff für ihr Werk „Leben! Wie ich ermordet wurde“.

Es ist eine schwierige Situation über Dinge zu sprechen, die man eigentlich im Vorfeld hätte verhindern können. Bei beinahe jedem Amoklauf ist dies der Fall. Hätte man dann und dann genauer hingesehen, nicht die in unserem Land arg bürokratisch strukturierte Ordnung befolgt, wären die Bluttaten vielleicht verhindert worden. Vielleicht aber auch hätte man viele Menschen vorab des Unrechts bezichtigt, ohne dass es je dazu gekommen wäre. Nicole Dill wurde von einem bereits verurteilten Mörder vergewaltigt, misshandelt und angeschossen. Sie informierte sich vorab, weil sie ein schlechtes Gefühl hatte, viele Menschen wussten von seiner Vergangenheit. Polizei, Ärzte und Co. jedoch erkannten die Gefahr erst an dem Punkt als solche an, wo der Straftäter sein weiteres Gewaltverbrechen verübte. Zum Glück überlebte Dill und bekommt so nach einem langen Leidensweg die Chance zum Rundumschlag gegen System und sämtliche Institutionen unseres Gesellschaftssystems.

13 Apr
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