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Krankheiten, die den Männern gehören

Dietz - MaennerkrankheitenFrauen haben des Öfteren kleine Wehwehchen. Sie leiden unter Migräne und tobender Kaufsucht, haben Probleme beim Einparken und stets Furcht davor, dass Schuhe und Tasche nicht zusammenpassen. Sie verbringen Stunden im Bad, nach denen man sich fragt, was sie denn dort so lange gemacht haben. Soweit zu den Vorurteilen, die eine Männerwelt aufgebaut hat, die ebenso ihre ganz eigenen Eigenarten aufweist. Davon überzeugt ist zumindest Autorin Hanna Dietz. Wenn man ihren lustigen Anekdoten Glauben schenkt und sich mal ein wenig auf die Zeilen einlässt, erkennt man als männlicher Leser schon die ein oder andere wahre Aussage. Ihre zusammengefassten „Männerkrankheiten“ sind in diesem Sinn also genauso wie auch die erwähnten Vorurteile in Bezug auf die weiblichen Wesen nicht immer aus der Luft gegriffen.

Informationen aus erster Hand

Dietz verstand es schon mehrfach mit ihrer Darstellung des Männlichen zu überzeugen. Ihre Romane „Mein unheimlich romantischer Mann“ und „Meuterei der Hormone“ waren große Erfolge. Zuhause hat sie mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn auch noch allerbestes Anschauungsmaterial. Dass die Beiden im Alltag so manche Begebenheit ans Licht bringen, erkennt man beim Durchblättern der rund 200 Seiten. Diese liefern neue medizinische Erkenntnisse über ein Geschlecht, das sich immer schon als das stärkere angesehen hat. So wirklich etwas daran ändern können die Krankheiten, die Dietz uns zuschreibt, zwar nicht. Sie bilden aber eine amüsante Freizeitunterhaltung und zudem die Möglichkeit, auch mal über sich selbst zu schmunzeln.

Schmutzblindheit und verkehrsinduzierte Fußspastik

Was lustig klingt, ist auch ebenso gemeint. Aus meiner Sicht möchte die Autorin auch niemanden angreifen. Sie will einfach nur unterhalten und das schafft sie auf brillante Art und Weise. Eine Krankheit, die komischerweise sehr viele Männer ein Leben lang mit sich herumtragen, ist jene Fußspastik, die sich zeigt, wenn Er bei Ihr als Beifahrer durch den Verkehr mitreist. Ohne etwas bewirken zu können bewegen wir unser rechtes Bein und wollen zwanghaft Gas geben und bremsen. Eher passiv bleiben wir in den eigenen vier Wänden, wo wir so manchen Staubfleck einfach übersehen. Eine sonderbare Krankheit sind für mich die Fernbedienungskrämpfe. Meine Erfahrungen zielen eher in die entgegengesetzte Richtung. Aber wie heißt es doch so schön – Ausnahmen bestätigen die Regel.

29 Aug
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