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Kerstin Gier präsentiert „Das zweite Buch der Träume“

Gier - Das zweite Buch der TräumeNormalerweise lassen sich Schriftsteller beziehungsweise ihre Schriften auf bestimmte Genres eingrenzen. Einen Stephen King verortet man im Bereich Horror, womöglich mit etwas Science-Fiction angehaucht. Dan Brown ist der Meister des Mysterythrillers, Agatha Christie war das Aushängeschild des Kriminalromans. Wie gesagt, bei den meisten Autoren und Autorinnen geht dieses Schema auf. Was aber macht man mit Leuten wie Kerstin Gier? Manche Hausfrau würde sie aufgrund von Werken wie „Müttermafia“ für sich beanspruchen. Dementgegen scheinen Kinder und Jugendliche die Argumente zu besitzen, wenn sie die Silber-Trilogie anführen. Mit der zweiten Auskopplung, „Das zweite Buch der Träume“ scheinen sie das Moment zumindest auf ihrer Seite zu haben.

Weniger Liv Silber, mehr Abenteuergeschichte

Liv Silber kennt man als Protagonistin bereits aus „Das erste Buch der Träume“. Aus der Sicht vieler ist sie der Garant, das die gelernte Diplompädagogin Kerstin Gier endgültig den Aufstieg in die absolute Topriege der deutschen Literaturszene geschafft hat. Na gut, „Rubinrot“ war auch schon nicht schlecht. Nicht zu leugnen ist aber die Tatsache, dass die Autorin dank der Trilogie, die nach der Akteurin benannt ist, ihre Anerkennung noch mal auf eine höhere Stufe hieven konnte. Im zweiten Band profitieren alle Leser des ersten Teils davon, dass sie bereits viele Facetten von und an Liv kennengelernt haben. Sie werden davon begeistert sein, denn Gier hält sich nun nicht mehr allzu sehr damit auf, die zentrale Figur mit unnötig überzogenen Charakterisierungen vorzustellen. So liegt mehr Konzentration auf der Geschichte, die sich ohne Frage als sehr lesenswert kennzeichnet.

Merkwürdige Begegnungen im Reich der Träume

In dieser, wie soll es auch anders sein, geht es um die Träume. Liv trifft in „Das zweite Buch der Träume“ auf wirklich sonderbare Figuren, von denen ihr einige richtige Schwierigkeiten bringen. Als wäre das nicht schon genug, gerät auch in der realen Welt so einiges aus den Fugen. Secrecy scheint einen Zugang zu allem gefunden zu haben, was Liv denkt und fühlt. Ihre Schwester fängt an zu schlafwandeln und selbst beim zuverlässigen Henry läuft derzeit einiges anders als erwartet. Eigentlich soll gerade die Traumwelt dafür sorgen, dass Liv ein wenig Beruhigung bekommt. Nur, da läuft ja bekanntlich vieles anders als man denkt.

1 Jul
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