eBook-Welt

Kathryn Taylor hat nichts an Klasse „Verloren“

Taylor - VerlorenIch persönlich finde es immer wieder spannend, während einer Bahnfahrt die Lesevorlieben meiner Mitmenschen zu studieren. Auf dem Weg zur Arbeit trifft man morgens auf sehr verschiedene Interessen. Der Eine auf dem Eckplatz schmunzelt über die Anekdoten von Dieter Nuhr, der Nächste wälzt stehend an der Tür „1Q84“ von Murakami durch. Gleich neben mit sitzt eine Frau, die es mit Rowlings neuem Krimi versucht und auch den einen oder anderen Klassiker kann man in der Reclamausgabe morgens bewundern. In Zeiten der eBooks hat die Zahl der Bücherleser zwar etwas abgenommen, dafür aber kann man nun auch etwas heimlicher lesen. Da gehören dann Werke zur Bahnlektüre, zu denen sich vor einigen Jahren noch nicht öffentlich bekannt wurde. Werke wie die von E. L. James, Sylvia Day oder auch Kathryn Taylor, die mit „Verloren“ ein neues Kapitel ihrer Colours-of-Love-Reihe aufgeschlagen hat.

Verloren – Wechsel der Protagonisten

Grace und Jonathan hießen die beiden zentralen Figuren aus „Entfesselt“ und „Entblößt“, den ersten beiden Bänden der Sammlung. Wie das Präfix hat Kathryn Taylor nun auch das Figurenensemble verändert. Die Themen aber bleiben die gleichen. Die Grace 2.0 heißt Sophie. Diese wagt eine prickelnde Reise nach Rom. In der Ewigen Stadt erwartet sie das Pendant zu Jonathan, Kunstprofessor Matteo. Schon im Flugzeug lässt sich Sophies Abenteuerlust und die damit verbundene Aufgeregtheit spüren. Es ist nicht gerade emotionslindernd, dass der Italiener von einer sinnlichen Aura umgeben ist und ganz genau weiß, womit man Gefühle bei Frauen wecken kann.

Verloren weckt bereits Vorfreude

Schnell hat sich Sophie in Matteos Blicken verloren, schnell gibt sie sich seinen Komplimenten hin. Dabei wirkt sein Verhalten nicht unbedingt so, als ob er es darauf anlegen würde. Ja, seine Handlungen scheinen nicht immer der Norm zu entsprechen. Sophie ahnt sehr wohl, dass sie der charmante Romantiker in gefährliche Szenarien bringen kann. Ein Mittel, sich dem zu entziehen, hat sie aber nicht. Das führt dazu, dass man in „Verloren“ selbst schon leicht für Matteo zu schwärmen beginnt und macht jede Menge Vorfreude auf die Fortsetzung, die als „Verführt“ im März die komplette Reihe abschließen wird.

4 Feb
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