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Julian Barnes erzählt „Vom Ende einer Geschichte“

Was würden wir wohl tun, wenn es in unserer Macht steht, die Geschehnisse exakt so hinzudrehen, dass wir am Ende unseres Lebens auf ein eben solche zurückblicken können, das keinerlei Negatives in sich trägt? Wie wäre es, wenn wir alles genau planen könnten, wie, wenn wir es uns vorher genau so ausmalen würden? Es wäre schrecklich, oder nicht? Ein Leben, in dem alles aus einem Plan besteht, der dann auch noch in Perfektion so ausgeführt wurde, ist kein Leben. Ihm fehlt das, was wir Würze nennen,  die täglichen Überraschungen und Wendungen. Tony Webster, der Hauptprotagonist in „Vom Ende einer Geschichte“, erlebt im Werk jedoch mehr Wendungen als ihm lieb sind.

Das ein oder andere Überraschungsmoment mag gehen, es macht das Leben spannend und letztlich lebenswert, doch für den pensionierten Tony hat Autor Julian Barnes ein ganzes Paket an Wendungen vorbereitet. Der Kreis beginnt mit einem neuen Schüler in Tonys Klasse, mit dem er schnell eine innige Freundschaft aufbaut. Sie verbringen viel Zeit miteinander und bleiben auch nach der Schulzeit noch in engem Kontakt. Irgendwann jedoch verlieren sich beide aus den Augen. Vierzig Jahre später hat Tony Ehe, Trennung und eine berufliche Karriere hinter sich. Sein Leben scheint gut verlaufen, er ist zufrieden, die eigene Biographie soweit in Ordnung. Doch genau diese beginnt zu wackeln, als er einen Brief erhält, in welchem von einer Erbschaft die Rede ist. Wie steht diese in Verbindung zu seinem Leben, in dem doch stets alles so klar schien? Vor allem aber: Wo schließt sich der Kreis?

9 Feb
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