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Jörg Maurer gerät in „Föhnlage“

Es gibt Gebiete in Deutschland und eigentlich überall auf der ganzen Welt, von denen man nichts Böses denkt. Man geht davon aus, dass an diesen Orten alles schön ist, die ländliche Idylle brilliert mit Farbenpracht, die Bewohner mit Freundlichkeit und die zahlreichen Tiere verleihen den Weiden einen wunderschönen Teint. Garmisch-Partenkirchen ist so ein Ort, an den Alpen gelegen und definitiv Sinnbild einer idyllischen Umgebung. Wäre da nicht ein mysteriöser Todesfall auf einem Konzert, das Autor Jörg Maurer für ein wahrhaftiges Horrorszenario nutzt, könnte man glatt meinen, Garmisch-Partenkirchen sei ein weißer Fleck auf der dunklen Robe des Landes.

Stagediving gehört bei Konzerten, insbesondere bei rockigen, ja mittlerweile zum guten Tonus und wird von eigentlich allen Besuchern jubelnd begrüßt. Doch dieses Konzert, in das Maurer uns zu Beginn seines Thrillers „Föhnlage“ entführt, ist ein echte Ausnahme, denn die Person, welche hier in die Masse stürzt, ist tot und auch diejenige, auf der gelandet wird, erlebt das Ende des Tages nicht mehr. Klar, dass die Menschen verwirrt sind und auch Kommissar Jennerwein tappt zunächst im Dunkeln. Von Unfall bis Mord ist alles möglich und jede Zeugenaussage erzählt eine andere Geschichte. Im Kreis der Einheimischen liefert das viel Raum für Spekulationen, natürlich bei Bier und Föhn, was das ganze Szenario ein wenig auflockert, der Spannung aber nicht im Weg steht.

16 May
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