eBook-Welt

Jetzt heißt es: Fuck the Möhrchen

Ruscher - Fuck the MöhrchenDie ersten Lebensjahre sollen bekanntlich die allerschönsten sein. Die vielen ersten Eindrücke müssen im Kopf eines Babys wahrliche Glückskarussellfahrten auslösen. Ob das wirklich so ist, kann aber eigentlich niemand genau sagen, denn wissenschaftlich gesehen weiß niemand, was genau in einem Babygehirn so alles abläuft. Dank „Fuck the Möhrchen“ wissen wir es jetzt, wenngleich das Werk von Barbara Ruscher mit mehr als einem Augenzwinkern zu lesen ist. „Ein Baby packt aus“, so der Untertitel, trifft die Ereignisse auf den folgenden Seiten ganz gut. Das Ganze ist amüsant verpackt und dient in jedem Fall einer spaßigen Unterhaltung für jeden Leser.

Fuck the Möhrchen – Worum geht´s?

Eine PDA dient dazu, der hochschwangeren Frau die Schmerzen zu nehmen, wenn es darum geht, einen kleinen Zwerg auf die Welt zu bringen. Die Erzählerfigur in „Fuck the Möhrchen“ hält das für seinen Namen. Schließlich wird es, noch im Bauch positioniert, so angesprochen oder besser angeschrien. Die preisgekrönte Kabarettistin Barbara Ruscher wartet mit mehreren Anekdoten dieser Art auf und zeigt uns so einen Blick auf unser Baby oder besser ein Blick von Seiten des Babys aus, den wir in dieser Form noch nicht so vorgesetzt bekamen. Natürlich dringt sie zu keiner Zeit in den fiktiven Bereich vor und erfindet Sachen. Sie interpretiert lediglich die kleinkindlichen Gedanken und schenkt uns so eine Lektüre, über die wir schon mal schmunzeln können.

Fuck the Möhrchen spielt ein wenig mit den Stereotypen

Ist es notwendig, einem Kind klassische Musik vorzuspielen, wenn es noch im Bauch schlummert? Irgendjemand Schlaues hat das mal ins Spiel geworfen. Warum aber sollte ein Baby intelligenter sein, wenn es Mozart anstatt die Stones hört? Na ja, den kleinen Zwergen scheinen eh ganz andere Sachen wichtig. Drehen würde man sich beispielsweise ganz gerne und das eine oder andere Wort, um Mama und Papa mal verstehen zu geben, was man will, wäre auch nicht schlecht. Die Autorin verpackt das stilistisch interessant, weitet die Zeit von der Frühphase über Pekip und Biobrei hinaus aus und zeigt auch die Gefahren, die ein Baby für die eheliche Interaktion bereithält.

12 Aug
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