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In Island ist „Ein Herz so kalt“

Waren Sie heute schon einmal draußen? Nein? Na dann sollten Sie es, sofern es in ihrer Macht steht, auch dabei belassen. Es ist nämlich wie schon in den vergangenen Tagen richtig böse kalt, sibirische Kälte nennen das die Wetterberichte und in der Tat fühlt man sich als wäre man im Herzen Russlands. Während Nase, Mund und Finger längst eingefroren sind, wärmt das Herz den menschlichen Körper. Das tut es normalerweise, beim isländischen Autor Árni Thórarinsson ist das ein wenig anders. „Ein Herz so kalt“ mag auf den ersten Blick an die „Schneekönigin“ erinnern und definitiv beängstigen. Auf den zweiten wird deutlich, dass das exakt so sein soll.

Isländische Autoren besitzen ein großes Talent dafür, uns Werke zu verfassen, die schaurig das Rückenmark entlanggleiten. Ob das an ihrer zumeist eiskalten Herkunft liegt? Na hoffentlich nicht, sonst werden wir auch bald alle von gruseligen Geschichten durchzogen. Bei Thórarinsson stößt Reporter Einar in einer Kleinstadt im Norden Islands auf ein wirklich eigenartiges Phänomen. Es ist Hochsommer, als er einen Anruf einer Unbekannten erhält, die von einem Haus erzählt, in dem es spuken soll. Mit Kommissar Ólafur Gísli begibt er sich ins Spukhaus und entdeckt statt Geistern die Leiche einer Siebzehnjährigen, deren aufgeschnittene Pulsadern einen Selbstmord vermuten lassen. Nach der obligatorischen Obduktion wird aber klar, dass die junge Frau erwürgt wurde, doch ein Geist?

3 Feb
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