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Harper Lee nach 55 Jahren mit Werk Nummer Zwei

Lee - Gehe hin, stelle einen WächterSie hat in ihrem Leben eine Menge erreicht und nur ein einziges Medium hat ihr zu Weltruhm verholfen. Harper Lee ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts. Ihr Roman „Wer die Nachtigall stört“ ist eines jener Bücher, die man kennen muss, wenn man sich auch nur ansatzweise für Literatur interessiert. Satte vierzig Millionen Mal verkaufte sich die Geschichte. Dafür bekam Lee den legendären Pulitzer-Preis verlieren. Obwohl es bis zuletzt ihr einziger Roman war, ist sie eine Legende, die alles erreicht hat. Umso überraschender ist es nun, dass sie mit „Gehe hin, stelle einen Wächter“ für neue Furore sorgt, im hohen Alter von 89 Jahren.

Die Handlung spielt nach dem bisher Bekannten

Es sind die Fünfziger Jahre, über die Harper Lee in „Gehe hin, stelle einen Wächter“ schreibt. Die einzelnen Akteure, die dem Leser bereits aus dem bisher einzigen Roman Lees bekannt sein dürften, sind die gleichen. Allerdings sind diese mittlerweile ein wenig älter, da die Handlung zwei Dekaden nach der von „Wer die Nachtigall stört“ spielt. Dementsprechend ist Jean Louise Finch gereift und mittlerweile zu einer eigenständigen Persönlichkeit herangewachsen. Mit einer eigenen Meinung versehen, beginnt sie nun auch Vater Atticus, ihre einstige Instanz, zu hinterfragen und sich ein ganz eigenes Bild vom Geschehen zu machen

Das Manuskript entstand lange vorm Welterfolg

Die Geschichte spielt danach, doch eigentlich ist „Gehe hin, stelle einen Wächter“ vor „Wer die Nachtigall stört“ geschrieben worden, sollte sogar ursprünglich unter diesem Titel veröffentlicht werden. Das geschah dann schließlich nicht und Harper Lee hielt das Manuskript zurück. Nun stieß eine Freundin darauf und so gelangte das gute Stück an die Öffentlichkeit. Wie im Erstling trifft die Autorin den Tonus der amerikanischen Bevölkerung im traditionalistisch veranlagten Süden grandios. Der Roman wird aufgrund der tiefen politischen Ebene zum Diskurs anregen. Zumal irgendwie auch eine gewisse Aktualität vorliegt, trotz der langen zeitlichen Distanz.

23 Jul
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