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Ernest Hemingway – Frauen und Whisky

Mit Betrachtung der wirklich großen Autoren der Weltgeschichte gibt es immer wieder Dinge, die ihnen nach ihrem Ableben angelastet werden. Man möchte fast glauben, dass sie erst zu richtige Autoren von Weltformat werden, wenn sie irgendetwas auszeichnet, das auf einen sonderbaren Charakter schließen lässt. Der Inbegriff dessen, was ich hier gerade versuche deutlich zu machen, ist Ernest Hemingway – die vielleicht schillerndste Figur, welche die literarische Welt je aufbieten konnte. Anders als andere hat es Hemingway nie versucht, seine eigene Person in ein gutes Licht zu rücken. Er hatte viele Liebschaften, seine größte war Whisky. Der Arztsohn war kein Meister der Verschönerung des eigenen Charakters. Er war ein Meister dessen, was wir als authentisches Schreiben bezeichnen können.

Nicht allein aus diesem Grund hat Hemingway den Nobelpreis für Literatur gewonnen. Nein, es lag auch an seiner Art, wie er verschiedene Geschichten zu erzählen wusste, nüchtern und trocken ohne jegliche Ausschmückung. Dass Hemingway fernab des Schreibens, zumindest am Ende seines Lebens, welches er mit dem Freitod beendete, selten nüchtern war, tut seinem schriftstellerischen Wert nicht weh. So kann man bei Hans Peter Rodenbergs Hommage „Ernest Hemingway“ dessen Werdegang auf ein Neues verfolgen und die Worte, welche ihm einen Sonderstatus in der Literaturgeschichte ausstellen, einfach und genüsslich auf sich einprallen lassen. Wir lassen das Werk eines großen Künstlers neu auf uns wirken, begleiten einen Santiago in „Der alte Mann und das Meer“ auf seinem Fischfang und schauen uns um „In einem anderen Land“.

25 Jul
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