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Einst gab es zu viele „Dunkle Tage“

Wir Deutschen kennen den Verlauf des Ersten Weltkriegs, wir begrenzen ihn auf die Jahre 1914 bis 1918, wir kennen auch den Zweiten Weltkrieg, dessen Anfänge sich in unserem Land schon mit der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 abzeichneten. Die Zeit dazwischen beschreiben wir als so genannte Weimarer Republik – eineinhalb Dekaden des wirren Durcheinanders und der politischen Instabilität. In dieser Phase gab es aber auch die Goldenen Zwanziger, einen Aufschwung der Literatur und der Kunst. Aus dieser Zeit stammt eine Vielfalt an Strömungen, die noch in der heutigen Zeit ihre Nachahmer finden. Nichtsdestotrotz sind es die politischen Versteckspiele, die uns weitgehend in Erinnerung bleiben.

Autor Gunnar Kunz gibt uns in „Dunkle Tage – Ein Kriminalroman aus dem Berlin der Weimarer Republik“ einen kleinen Einblick in die dunklen Seiten und die dunklen Geschichten, die in den dunklen Gassen der dunklen Hauptstadt einst passiert sind. Hauptakteur ist ein interessanter, wenngleich leicht verstreuter Philosophieprofessor, den die Polizei in die Ermittlungen eines Mordfalles mit einbezieht. Bei dem Toten handelt es sich um einen reichen Industriellen, die Liste der potenziellen Täter ist lang. Sie reicht von den eigenen Brüdern über Arbeiterfamilien bis hin zu rechten Kräften. Mithilfe der jungen Physikstudentin Diana, eine Nichte des Toten, forscht Professor Lilienthal auf eigene Faust und gerät in einen noch dunkleren Sumpf als das Bisherige erahnen lässt.

17 Feb
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