eBook-Welt

Dieter Nuhr schreibt einen „ultimativen Ratgeber für alles“

Eigentlich fällt es mir nicht schwer über Literatur zu schreiben. Ich bin eine wahre Leseratte, sauge den Stoff in mich auf, verinnerliche ihn und lasse Sie in meinen Texten über die Bücher, die ich lese, daran teilhaben. In der Regel habe ich dann in diesen Beiträgen eine zentrale Thematik vor Augen, schreibe über einen Thriller, ein historisches Zeugnis globaler Literaturgeschichte oder etwas zum Schmunzeln, doch an Tagen wie diesem fällt es mir schwer, das thematisierte Schriftstück in ein Genre zu packen. Dieter Nuhr weiß selbst nicht einmal so richtig, was „Der ultimative Ratgeber für alles“ im Gesamten sein soll.

Klar ist, dass dieses Werk etwas vollkommen Neues darstellt, denn Komiker Nuhr schreibt hier genau genommen über alles, was ihm eingefallen ist, ohne jegliches System oder einen Ansatz an Struktur. So erfahren wir seine Gedanken über den Urknall und das Jüngste Gericht. Wir hören Nuhr dabei zu, wie er über Reinkarnation schreibt und den Schöpfer an sich. Doch nicht nur christliche Themen in einem säkularisierten Staat stehen im Vordergrund, sonst könnte man dies ja als christliche Philosophiekritik lesen. Nein es geht auch um Alkohol, Privatfernsehen oder Hautcreme. Verpackt sind die philosophischen Weisheiten in einen komischen Gesamtzusammenhang, wodurch wir womöglich von philosophischer Comedy sprechen sollten, wenn wir dieses ganz besonders eigenwillige Werk einordnen wollen.

11 Apr
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