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Dieser Mörder ist „Allwissend“

Verkehrsunfälle gehören zum Alltag wie der Regen und die Sonne, wie das Zähneputzen und das zur Arbeit Gehen. Sie passieren auf Dorfstraßen und Autobahnen, in der Stadt und außerhalb von ihr. Verhindern werden wir sie nicht können. Die Anzahl verringern? Vielleicht. Obwohl, selbst diese Annahme ist utopisch, denn in der Macht eines Einzelnen liegt das nicht. Was machen die Menschen also? Sie gedenken den Opfern und stellen an den Unfallstellen, an denen Leute zu Tode gekommen sind ein Kreuz und Grablichter auf. Zum einen tun sie das, um den Liebsten nachzutrauern, zum anderen, um andere zu warnen. In „Allwissend“ von Jeffery Deaver wirkt dieses Aufstellen von Kreuzen an Unfallstellen als eine Art Perversion, sie werden nämlich nicht nach dem Unfall, sondern davor aufgestellt.

Die kalifornische Ermittlerin Kathryn Dance bekommt es mit einem ganz besonders kranken Mörder zu tun. Dieser spielt mit den Ängsten seiner Opfer, so wusste er zum Beispiel ganz genau, dass die letzte Frau, die er auf dem Gewissen hat, unter panischer Klaustrophobie litt. Niemand weiß, wie er das anstellt, ob er seine Opfer bewusst wählt oder auf übernatürliche Fähigkeiten zurückgreifen kann. Niemand hat einen Plan, was der Mörder bezweckt und so obliegt es Kathryn, dies herauszufinden. Deaver spielt mit dem Leser ganz wie es der Peiniger tut und lässt uns lange im Dunkeln tappen. Allein seine Ermittlerin kann die Motive aufdecken und so Licht in das geheimnisvolle Werk bringen.

21 Jul
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