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Die Nibelungen – auch ohne Autor Weltliteratur

Ich habe es schon oft gepredigt, dass ein Werk niemals ohne seinen Autor und die Betrachtung der Zeit, in welcher es geschrieben wurde, bewertet werden sollte. Doch es gibt ein Werk, bei dem ich diesen Maßstab lockern, gar komplett entfernen würde, denn ein Autor ist uns beim Nibelungenlied nicht übertragen. Bei Deutschlands wohl bekanntester Heldenepik steht komplett das Werk im Vordergrund. Um dieses in all seiner Blüte richtig zu verstehen, kann es auch nicht schaden, dass man dieses wie bei „Die Nibelungen“ von Hermann Reichert zudem mit wissenschaftlichen Kommentaren und Hinweisen vorfindet.

Die Geschichte an sich sollte jeder einmal gehört haben. Sie umfasst die Erzählungen des starken Drachentöters Siegfried, der nach einem Bad im Drachenblut unverwundbar scheint. Allerdings trügt der Schein, denn ein kleines Lindenblatt ist schuld, dass eine Stelle unberührt blieb. In diese stößt der listige Hagen hinein und tötet den Geliebten der Kriemhild, die fortan nach Rache lechzt. Mit eingebunden in den großen Kanon sind viele Kämpfe, Geschichten um Minne, Kriegskunst, Freundschaft und Verrat. Das Nibelungenlied ist aber noch vieles mehr, denn ist es auch seit jeher Grundlage für Mythen jeglicher Art wie den sagenumworbenen Nibelungenschatz, den Siegfried einst erobern konnte, der aber heute irgendwo verborgen liegt.

6 Oct
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