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Die Märchen des Wilhelm Hauff

Wilhelm Hauff war wahrlich ein Meister seines Fachs und das als Autor der ausgehenden Romantik. Er hat viel geschafft in seinem Leben und das, obwohl er jenes nicht über das 25.Lebensjahr hinaus gestalten durfte. Von den Eltern aufgrund scheinbaren Mangels an Talent zum Theologiestudium bewogen, hat Hauff das Leben und den Weg, den er zu bestreiten versuchte, selbst gewählt und mit seiner durchaus satirischen Darstellung der Gesellschaft in „Der Mann im Mond“ einen Durchbruch erreicht. Danach drängt es den durchaus Belesenen danach, sich mit Sagen und Märchen zu beschäftigen, aus denen er lernt und sich die eigenen Inspirationen holt, dank derer wir ihn heute als Autor dessen sehen dürfen, was er uns als genüssliches Leseschmankerl hinterlassen hat.

In der Tat sind es besonders die drei Märchenalmanache, die uns die wahre Klasse Hauffs offenbaren und welche jährlich von 1826-1828, also selbst noch ein Jahr nach seinem Leben, auf dem Markt erschienen. Während sich im ersten „Die Geschichte des Kalif Storch“ findet, beflügelt uns Hauff 1827 mit „Der Zwerg Nase“, ehe er mit „Das kalte Herz“ 1828 sich selbst übertrifft. Eingebettet in den Kontext eines Wirtshauses im Spessart ist es die Erzählung über das Schicksal des Köhlers Peter Munk, der zu höherem berufen scheint und sich letztlich, wenngleich innerlich gewachsen, eben in jener Person wiederfindet, deren Rang und Namen er einst zu ändern gedachte.

28 Apr
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