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Der Kult ergreift jeden

Michael Cordy ist ein begnadeter Autor. Spektakulär sind seine Verbindungen von wissenschaftlichem Fortschritt und menschlichen Abgründen, die all seine bisherigen Thriller auszeichnen konnten. Nach „Das Nazareth-Gen“ und „Die Genesis-Verschwörung“ führt er in „Der Kult“ zwar keinen biblischen Hintergrund in den Titel ein, der Unterhaltung tut dies aber keinen Abbruch. Ich wusste anfangs ehrlich gesagt nicht ganz genau, in welche Richtung Cordys Kult gehen soll und auch der Umfang schien ein wenig größer gewählt als es die zwei vorherigen Ausführungen verzeichnen konnten. Die anfängliche Spannung, die sich in mir aufbauschte, konnte der Thriller bis zum Ende halten, was ihn letztlich also als ein durchaus empfehlenswertes Schriftstück wachsen lässt.

Die Szenerie beginnt in einem brennenden Haus, aus welchem gleich eine ganze Gruppe von Menschen gerettet wird. Die Heldin, eine junge Frau, trägt keinen Namen, ebenso wenig eine Erinnerung an ihr früheres Leben. So abstrakt das klingt, es wirkt im Werk beinahe vollkommen normal. Dafür jedoch ist sie in der Lage, jede Menschenaura zu erkennen. Ihre seltene Gabe wird ihr schnell zum Verhängnis, denn eh sie sich versieht, sind das Interesse eines psychopathischen Killers und eines rätselhaften Sektenführers geweckt. Zu ihrem Glück steht ihr der Psychiater Dr. Fox zur Seite, der sich für ihr Wesen interessiert und zudem zur Stütze auf der Suche nach der eigenen Herkunft wächst.

21 Jun
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