eBook-Welt

Der 7. Tag entscheidet bei Nika Lubitsch vieles

Lubitsch - Der 7. TagBei vielen Werken, die sich ganz nach oben in die Bestsellerliste schieben, lässt sich das bereits im Voraus absehen. Wenn beispielsweise ein Stephen King einen neuen Roman schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, bei einer Person wie Iny Lorentz ebenso. Manchmal aber bestätigen Ausnahmen diese Regel und jemand drängelt sich nach oben, den man dort nicht unbedingt erwarten konnte. Für Nika Lubitsch hat sich die Idee zu „Der 7. Tag“ als Goldgriff entwickelt. Die Berliner Autorin sprang mit ihrem Kriminalroman in Windeseile auf Platz 1 und löste dort sogar „Shades of Grey“  ab. Eine wirklich interessante Entwicklung, wenn man bedenkt, dass kein Verlag ihre Geschichte herausbringen wollte und die Erfolgsschrift so das Resultat eines Selbstverlages ist.

Der 7. Tag – Eine Frau soll ihren Mann umgebracht haben

Sybille und Michael führen eine glückliche Ehe, die nun auch noch ihren bisherigen Höhepunkt erreichen soll. Sybille ist schwanger, Rechtsanwalt Michael überglücklich. Was perfekter nicht geplant hätte werden können, nimmt von einem auf den anderen Tag eine böse Wendung. Michael verschwindet spurlos, seine Frau verliert fast den Verstand. Wenig später wird der Gesuchte erstochen aufgefunden, Sybille zur Hauptverdächtigen in einem Morddelikt. So abstrus es scheint, eine alternative Darstellung scheint nicht auffindbar. Sybille kommt für die grauenvolle Tat vor Gericht. Dort muss sie miterleben, wie ihre Liebe nach und nach zerpflückt wird. Sie lässt das gemeinesame Leben Revue passieren. Es ist letztlich „Der 7. Tag“, an dem sie endlich zu verstehen beginnt.

Der 7. Tag – Wie kann man seine Unschuld beweisen

Nika Lubitsch baut ihren Kriminalroman sehr vielschichtig auf und sorgt mit einigen Spannungsbringern dafür, dass der Leser das eBook während der Lektüre nicht so einfach beiseitelegen kann. Man bekommt einen hervorragenden Einblick in Sybilles innere Befindlichkeit, vor allem aber auch in das deutsche Rechtssystem. Dass der Fall zwischenzeitlich immer unübersichtlicher wird, sich schlussendlich aber alles recht simpel erklären lässt, liegt auch am medialen Mitwirken einzelner Journalisten, die ihren Job brillant ausführen. Das macht „Der 7. Tag“ aus meiner Sicht nochmal ein wenig interessanter.

3 Feb
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