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Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte – Rachel Joyce versteht es, zu bewegen

Joyce - Das Jahr, das zwei Sekunden brauchteRachel Joyce ist Vertreterin einer neu aufkommenden Autorengeneration. Ganz ähnlich wie der Schwede Jonasson, der in der Vorwoche im Fokus stand, sorgte die Britin mit ihrem literarischen Einstieg sofort für großes Aufsehen. Verantwortlich war dafür in erster Linie die sehr gefühlvolle Darstellung, die in „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ zu spüren war. Mit „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ schließt sie an ihren großer Erfolg an, wenngleich der Titel nicht ganz so treffsicher erklärt, was den Leser erwartet.

Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte verdient sich die Bestnote

Wenn man sich das Cover anschaut, bleibt man erst einmal im Dunkeln und kann lediglich über einen möglichen Inhalt spekulieren. Was soll es sein, „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“? Rein theoretisch scheint es nicht möglich. Joyce entführt den Leser ins Jahr 1972, das selbstverständlich länger andauerte als diesen Bruchteil. Nichtsdestotrotz aber geschehen in diesem für die Hauptprotagonisten zwei Sekunden, die das komplette Leben verändern. Um das Schaltjahr auszugleichen, sollen zwei Sekunden einfach so hinzugefügt werden. Byron Hemmings ist das ein Dorn im Auge. Ihm fehlt das Verständnis, wie das keine Auswirkung auf die Menschheit haben kann. Gemeinsam mit seinem Freund James Lowe erwartet er das spannungsgeladene Ereignis. Für Byron haben die besagten zwei Sekunden selbstverständlich eine Bedeutung, wenngleich ihm diese auf einer ganz anderen Ebene begegnet.

Zwei Sekunden brauchte das Jahr, das sein Leben verändern sollte

Nachdem seine Mutter bei einem Autounfall unabsichtlich ein kleines Mädchen auf einem roten Fahrrad anfährt, verändert sich Byrons Leben. Das Ganze hat lediglich zwei Sekunden gedauert und dennoch ist dadurch nichts mehr wie es einmal war. Byrons Mutter plagt sich mit Schuldgefühlen, entzieht sich jeglichen äußeren Einflüssen. Selbst Kumpel James scheint wie ausgewechselt. So muss sich Byron in „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ nicht nur mit seinen eigenen Erfahrungen auseinandersetzen, sondern auch mit dem neuen Verhalten seiner zwei engsten Bezugspersonen fertigwerden.

26 Nov
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