eBook-Welt

Das Inferno sollte niemand verpassen

Brown - InfernoVor einigen Monaten wurde an dieser Stelle ja bereits mal darauf hingewiesen, wie lesenswert Dan Browns neuer Thriller um den Symbologen Robert Langdon ist. In der Tat hat das Werk vom literarischen Gehalt die bisherigen drei Abenteuer sogar noch übertroffen, ist noch spannender aufgebaut und in Sachen kulturellem Wissensstand brillant recherchiert. „Inferno“ hat sich in den ersten Wochen nach der Erscheinung gut verkauft, Brown-Fans kauften das Werk ohnehin am ersten Tag. Wer bisher noch keinen Blick hereingeworfen hat, verpasst ohne Frage ein Stück moderne Erzählkunst, die ihre Bezeichnung durchaus verdient. In diesem Sinne sei das knapp siebenhundert Seiten starke eBook herzlich empfohlen.

In der kulturellen Wiege Europas

Beginnend im Vatikan folgten Fans der Langdon-Reihe ihrem Protagonisten in „Sakrileg – The Da Vinci Code“ nach Paris, um bei „Das verlorene Symbol“ bis über den großen Teich zu reisen. 2013 bringt einer der größten Thrillerautoren dieser Tage den Leser wieder nach Europa. Genauer gesagt geht es nach Florenz, einst Keimzelle der Renaissance, und somit Tausende von Kilometern von Langdons Unicampus entfernt. Diese Erkenntnis erregt schon im ersten Kapitel seine Aufmerksamkeit. An Schläuche angeschlossen liegt er in einem Krankenbett ohne den Hauch einer Spur, wie er dorthin gekommen ist.

Spektakulärer Wettlauf für die Menschheit

Als wäre dies nicht besorgniserregend genug, stürmt eine bewaffnete Bikerin mit Schalldämpfer in Richtung Langdon, der sich dank der Hilfe einer Ärztin vom Ort des Geschehens entfernen kann. Jene Sienna Brooks bekommt im Verlauf der Seiten eine immer größere Bedeutung, versucht sie doch gemeinsam mit Langdon das Geschehene zu rekonstruieren. Sämtliche Spuren führen über Dante Alighieris Meisterwerk „La Divina Commedia“, dessen erster Abschnitt, die Hölle, für die Menschen real werden könnte. Langdon nähert sich Stück für Stück dem Gesamtkonstrukt an, wobei ihm die Gegner stets auf den Fersen sind. Nach einiger Zeit deutet vieles auf eine bevorstehende Epidemie hin, die ein kranker Wissenschaftler auf die Menschheit loslassen will, um die Überbevölkerung zu stoppen. Es gehört zu Browns Systematik, dass das Ende überraschend daherkommt und zudem zukünftige Fragen aufwirft.

2 Jul
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