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Bushido und die Integrationsdebatte

Vorab eine kleine Anekdote. Bei der Bambi-Gala in der vergangenen Woche kam Gangsterrapper Bushido in weiblicher Begleitung. Die Dame, ihrerseits Schwester von Sarah Connor, stand vor einigen Jahren schon mal an gleicher Stelle, sie begleitete ihren damaligen Freund Mesut Özil zur Vergabe des Integrationsbambis. Zufall, oder ist Anna-Maria Lagerblom ein Bambi-Magnet und ist sie es eigentlich, für die der Bambi sein sollte? Immerhin ist sie zum Islam konvertiert, damals als Freundin von Preisträger Mesut Özil. Einen faden Beigeschmack hinterlässt die Gala, auch ohne Lagerblom, nicht zuletzt, weil Rosenstolz-Mitglied Plate die Vergabe kritisierte und Kultstar Heino aus Reaktion seinen Bambi per Post zurückschickte.

Dabei ist Bushido wirklich eine Person, die als integriert angesehen werden darf, denn nicht umsonst scheffelt er in Deutschland Millionen. Vielleicht hat er sich aufgrund der Liedinhalte nicht so an die deutschen Normen angepasst, ganz so wie wir es gerne sehen wollten. Vielleicht sind es aber auch diese, die sich integrieren müssen, denn längst spricht Bushido stellvertretend für viele, die es zu integrieren gilt. Ich möchte seine Texte nicht gutheißen, auf keinen Fall, doch in seiner paradox wirren Rede hat er selbst die beste Erklärung gegeben, warum dieser Bambi zur Recht an ihn gegangen ist. Es ist nicht seine Musik, die ausgezeichnet wurde und wenngleich sie nicht von Bushido zu trennen ist, scheint sein Aufstieg das, was es zu prämieren gilt.

16 Nov
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