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Bazell schickt Pietro „Einmal durch die Hölle und zurück“

Bazell - Einmal durch die HölleKrimis sind etwas Schönes, weil sie uns immer wieder facettenreich erzählen können, wie viel Schlechtes es in unserer Welt gibt. Natürlich sind die Geschehnisse in den Romanen fiktiv und einzig und allein den Gedanken des Autors entsprungen. Vergessen sollte man dabei aber niemals, dass eben jene Autoren ein Teil unserer Gesellschaft sind und sie erst als Element von ihr solch kranke Szenarien auf Papier bringen können. Josh Bazell ist ein Schreiberling, dem man das Ganze auch irgendwie noch komplett abnimmt, weil auch sein Schreibstil komplett zu der Welt passt, die er in seinem zweiten Roman „Einmal durch die Hölle und zurückmit zynischem Unterton thematisiert.

Pietro Brnwa mal wieder on Tour

In „Schneller als der Tod“ haben wir den ehemaligen Auftragskiller der Mafia, Pietro Brnwa, bereits in seinem ganzen Wesen vorgestellt bekommt. Dieser hatte genug vom Morden und versuchte, in einem eher gesellschaftsanerkannten Berufsfeld Fuß zu fassen. Als Arzt betrachtete er vieles kritisch, schlug sich aber auch dank der vielen Drogen in seiner Blutbahn irgendwie durchs Leben. In „Einmal durch die Hölle und zurück“ arbeitet er als Dr. Lionel Azimuth zunächst auf einem Kreuzfahrtschiff. Über Kontakte wendet sich ein vermögender Geschäftsmann bei ihm, der Pietro alias Lionel auf eine Expedition schicken möchte, bei der ein Schwindel aufgedeckt werden soll. Es ist letztlich eine nicht allzu geringe Summe, die seine Bereitschaft sichert.

Seeungeheuer in einer gottverlassenen Gegend

Die Reise führt Pietro und die Paläontologin Violet, die irgendwie als rechte Hand des Milliardärs fungiert, in eine unbedeutende Kleinstadt. Da scheint Mysteriöses vorzugehen. Vor einiger Zeit wurden zwei Teenager von einem Seeungeheuer getötet, das auch schon von anderen Zeugen gesichtet worden ist. Kurz nach diesem Unfall wurden zwei Männer per Todesschuss hingerichtet. Für Pietro, der das Metier bestens kennt, stinkt das von Beginn an. Er glaubt nicht wirklich an derartige Legenden, wenngleich ihn beim Schwimmausflug irgendetwas Gigantisches berührt. Was bzw. wer letztendlich für den Schrecken verantwortlich ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. So viel aber sei gesagt. Wer zynische Worte gespickt mit derben Tönen, Erotik und Action haben, dabei aber nicht auf stichhaltige politische und gesellschaftliche Kritik verzichten möchte, ist bei Bazell genau richtig.

14 Jan
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