eBook-Welt

Andreas Altmann erkundet Südamerika

Altmann - Reise durch einen einsamen KontinentReisebücher sind immer etwas ganz Besonderes. Sie erzählen dem Leser Informatives über das Leben in anderen Ecken der Welt, zeigen die Facetten anderer Kulturen und uns somit Dinge, die fern unseres Alltags anzusiedeln sind. Auch Derartiges ist der Grund dafür, dass wir so gerne verreisen und uns im Urlaub so perfekt entspannen können. Wir lernen etwas über die Menschen und das Leben in anderen Regionen. Nun können wir sicherlich nicht alles erkunden, was der Erdball für uns bereithält, so dass die literarischen Zeugnisse von Schriftstellern wie Andreas Altmann eine ganz herausragende Bedeutung für uns haben. Dieser hat sich vor einigen Jahren mal quer durch den südamerikanischen Kontinent begeben und das Leben in verschiedenen Staaten in „Reise durch einen einsamen Kontinent“ auf seine ganz individuelle Art und Weise zu Papier bzw. auf digitales Format gebracht.

Fünf Staaten am Ende der Welt

Insgesamt berichtet uns Altmann, der auch schon in Indien und China war und darüber Zeugnis abgelegt hat, über das Leben in fünf Staaten. Dass er dabei neben dem Gewöhnlichen vor allem auch dem Sonderbaren sucht, wird von der ersten Seite klar. Es scheint fast wie in Canettis „Die Stimmen von Marrakesch“, dass der Autor nach denjenigen Geschichten sucht, die eben etwas wirklich Interessantes hervorbringen. Gespickt ist seine Darstellung dabei immer auch mit einem Hang zum Zynismus, der trotz der jahrelangen Reisen stets europäisch geprägt wirkt. Interessanterweise versucht  Altmann gar nicht, das Gesehene zu idealisieren. Vielmehr wirkt es an manchen Stellen genau umgekehrt.

Drogensumpf und Kriminalität

So drängt bei seiner ersten Landesbeschreibung Kolumbien in erster Linie der alltägliche Drogensumpf und das allzeit präsente kriminelle Aufkommen hervor. Überall werden ihm Drogen angedreht, überall warten Straßendiebe. Das ganze Land scheint mit Waffen präpariert. Das Erlebnis, bei einem Fußballspiel von Blinden zuzusehen, bei dem sogar der Bürgermeister von Cali mitkickt, wirkt dann schon wie ein Zufluchtsort in der dunklen Beschreibung des Landes. Vergleichbares zeigt sich bei den anderen vier Ländern. Generell ist viel Dunkles zu sehen, einzelne Lichtblicke jedoch gibt es überall, so dass selbst in Ländern mit weitreichender Armut und überhöhter Kriminalität das Leben noch lebenswert scheint.

16 Apr
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