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Action auf dem London Boulevard

Die Geschehnisse, die man derzeit in den Nachrichten über die britische Hauptstadt sehen kann, erinnern eher an ein Horrorszenario aus dem Nahen Osten als an United Kingdom. Ja man ist es gewohnt, brennende Städte zu sehen, in denen Nato-Soldaten gegen die Taliban kämpfen und versuchen unsere Welt im Kampf gegen den Terrorismus ein Stück weit sicherer zu gestalten. Aber brennende Familienunternehmen, Bibliotheken, Schulen und Einkaufszentren in London zu sehen, das wundert einen schon ein wenig. Vor allem macht es uns bestürzt, wenn wir sehen, wie schnell es selbst in einem europäischen Land passieren kann, das der Ausnahmezustand die Straßen regiert.

Bisher waren solche Geschehnisse aus dem Empire eher Geburt der eigenen Phantasie. In „London Boulevard“, einem Kriminalroman von Ken Bruen, ist es beispielsweise ein ehemaliger Knasti, der Außergewöhnliches erlebt. Mitchell war schon öfter gewalttätig, kaum aus dem Knast, bricht er wieder Knochen. Als er erkennt, dass sich etwas ändern muss, scheint, auch durch ein lukratives Jobangebot, Ruhe einzukehren, doch der Schein trügt. Bei den Palmers in Notting Hill winkt ihm ein Job, Miss Palmer zeigt sich auch sehr zugänglich. Wären da nicht ihr Butler und ein fieser Geldhai, die ganz andere Pläne mit Mitchell haben, könnte er echt die Kurve bekommen und ein neues Leben beginnen. Leider gewinnen aber Drogendealer, Geldeintreiber und Mitchells Vergangenheit an Bedeutung. Hoffen wir, dass es in London bald wieder ruhig ist und solche Szenarien allein zu unserer fiktionalen Unterhaltung dienen.

15 Aug
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