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„Kalter Grund“ in ländlicher Idylle

Es gibt Orte, die lassen nicht einmal den Ansatz zu, man könnte glauben, dass sich an diesem Ort irgendwann mal etwas Schlimmes ereignet, etwas, das wider das Naturrecht oder gegen unsere Normvorstellungen verstößt. Natürlich passieren in Großstädten viele Verbrechen, der Saatboden für Kriminalität liegt in den vielen dunklen Gassen und dunklen Ecken. Diese bieten Schutz für zahlreiche Erscheinungen der menschlichen Abgründe. Doch wie ist das auf dem Land, in jenen Regionen, wo jeder jeden kennt und wo man nicht mal so eben in einer Straßengasse ein Verbrechen verüben kann? Wenngleich die ländliche Idylle kaum Platz für etwas Schreckliches zu bieten scheint, passieren mehrere Verbrechen fernab jeglicher Kenntnis der Nachbarn.

So auch in „Kalter Grund“ von Eva Almstädt, bei welchem auf einem Bauernhof in einer holsteinischen Kleinstadt der mysteriöse Mord an drei Personen die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt. Vorort tappt die neue Kommissarin Pia Korittki zunächst im Dunkeln und das, obwohl der Abschluss dieses Falles für sie einen gelungenen Einstand bringen soll. Nachdem während der Ermittlungen ein Mädchen verschwindet, rennt ihr die Zeit davon und mehr und mehr spinnt sich ein Netz zusammen, das zeigt, dass die angenommene ländliche Idylle alles andere als heilen Sonnenschein verdeutlicht und längst Hass und verborgene Leidenschaften den Alltag bestimmen.

13 Apr
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