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„Die Stadt“ der Toten

In der christlichen Glaubenslehre spielt wie in eigentlich allen Religionen das Leben nach dem Tod eine gewichtige Rolle. Die Sünden eines Gläubigen entscheiden über denjenigen Ort, der ihm im Jenseits ein Zuhause sein soll. In der Philosophie wurde das Thema über Jahrtausende ebenfalls untersucht. Platon zum Beispiel trennte die Seele vom Körper und war von ihrer Unsterblichkeit überzeugt, so obliege es allein ihr, nach dem Tod des menschlichen Körpers zu Höherem aufzusteigen. Was nun wirklich nach unserem Tod passiert, können wir wissenschaftlich nicht belegen, wohl auch, weil uns niemand bekannt ist, der davon erzählen könnte.

Autor Andreas Brandhorst nutzt diese Wissenslücke für seinen neuen Roman „Die Stadt“, in der er sich mit der Thematik auseinandersetzt und so eine mögliche Brücke zwischen Literatur und Menschheit aufbauen möchte. Vielleicht ist die Literatur letztlich das, was uns die Antworten bereitstellt, wenngleich der Roman natürlich der reinen Fiktion entspringt. Benjamin Harthmann verweilt nicht mehr unter den Lebenden, er ist als Opfer eines Unfalls von dieser Welt gegangen, aber irgendwie auch  nicht so richtig. Harthmann wacht nämlich in einer Stadt auf, in der es von Toten nur so wimmelt und von der er deshalb nicht sagen kann, ob es die Hölle oder das Paradies ist. Wo liegt das Geheimnis der Stadt und warum wurde Harthmann hier hergebracht? Ist es ein übernatürlicher Wille?  Suchen Sie selbst danach, des Rätsels Lösung ist manchmal näher als man denkt.

18 May
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